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Gastroenterologie
Ulcus pepticum : Diagnose
Ulcus pepticum (Ulkuskrankheit; Gastroenterale Syndrome)
Definition
Umschriebener, die Muscularis mucosae durchbrechender Schleimhautdefekt im Magen oder Bulbus duodeni
Ätiologie
- Helicobacter pylori
- Gesteigerte HCI- und Pepsinbildung
- Gestörte Regulation durch ulzerogene Faktoren wie
- Stress einschließlich ausgedehnter Operationen und Hirnerkrankungen mit Neigung zu Stressulkusblutungen
- Hyperparathyreoidismus
- Zollinger-Ellison-Syndrom
- Rauchen ist einer der ungünstigsten Faktoren bei der Ulkusentstehung und -abheilung
Ulzerogene Substanzen
- Die Ulzerogenität für Kortikosteroide in niederer oder mittlerer Dosierung ist gering. Ist ein Steroid in niederer oder mittelhoher Dosierung indiziert, braucht es wegen Ulkusdiathese oder bestehendem Ulkus nicht abgesetzt zu werden. Ein Magenschutz ist bei Steroidtherapie ohne besondere Risikokonstellation auch nicht indiziert.
- Die Ulzerogenität ist dagegen nachgewiesen für Salizylate und nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR).
Leitsymptome
- Brennende, bohrende, gelegentlich krampfartige Schmerzen im Epigastrium, evtl. durch Nahrungsaufnahme gebessert (Säureneutralisation), über Tage bis Wochen andauernd
- Bis zu 30 % der Ulzera machen jedoch keine Beschwerden (z. B. Auftreten von Komplikationen wie Blutung, Perforation ohne Vorboten)
- Oft auch keine enge Korrelation der Beschwerden zur Größe und zum Abheilungsstadium des Ulkus
Diagnostik
- Gastro-Duodenoskopie
- Beim Ulcus ventriculi histologischer Ausschluss eines exulzerierten Karzinoms unerlässlich!
Merke
Ein nach 6-8 Wochen nicht abgeheiltes oder deutlich kleiner gewordenes Magenulkus ist karzinomverdächtig.
Verlauf
- Das Ulcus duodeni ist praktisch nie maligne (Ausnahme: multiple Duodenal-Ulcera bei Lymphom). Es hat eine gute spontane Heilungstendenz, neigt aber zu Rezidiven.
- In den meisten Fällen liegt eine Infektion des Magens mit Helicobacter pylori zugrunde
- Nachweis durch
- Ureasetest von Biopsie,
- 13c-Urea-Atemtest und/oder
- direkter histologischer Erregernachweis,
- HLO-Antigen im Stuhl
Postgastrektomie-Syndrom, Dumping-Syndrom
Definition
Polysymptomatischer postprandialer Beschwerdekomplex, der durch den Verlust der Reservoirfunktion des operierten Magens (meist nach Billroth II) verursacht wird.
Postalimentäres Frühsyndrom
Definition
Durch die Sturzentleerung kommt es durch intestinale Flüssigkeitssequestration und Überdehnung des Jejunums innerhalb 30 Minuten p.c. zu folgenden gastroenterologischen und zirkulatorischen Symptomen.
Symptome
- Nausea
- Rumoren im Leib
- Druck im Oberbauch
- kolikartige Schmerzen sowie Herzklopfen
- Blässe
- Schwindel
- Kollapsneigung in individuell verschiedener Kombination
Postalimentäres Spätsyndrom
Definition
Überschießende Insulinproduktion durch schnelle und reichliche Resorption von Kohlenhydraten, sodass 2-3 Stunden p.c. eine reaktive Hypoglykämie auftreten kann.
Letztes Update:25 Februar, 2009 - 18:12







